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25. Dezember 2024

Meine 😃 Erfahrungen mit Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können in vielerlei Formen auftreten, von chronischen Beschwerden, die ständige Aufmerksamkeit erfordern, bis hin zu plötzlichen akuten Vorfällen, die oft als "Hexenschuss" bezeichnet werden. Dieser Blog-Beitrag widmet sich meinen persönlichen Erfahrungen mit letzterem, einer schmerzhaften, aber vorübergehenden Rückenbeschwerde, die besonders in stressigen Lebensphasen auftritt.
So habe ich übrigens gewusst, dass es sich bei meinen Rückenschmerzen um einen einfachen Hexenschuss handelt, und NICHT um etwas dramatischeres Rückenschmerzen: Diese Warnzeichen solltest du nicht ignorieren! 🚨

Eine belastende Phase als Ursache

Im Jahr 2022 durchlebte ich eine besonders stressige Zeit.
Nach 3 Wochen Fahrradtour von München aus in Richtung Malta hatte meine Hündin Nala in der Nähe von Rom einen Autounfall. Die Tage danach musste ich funktionieren und organisieren und auch, als wir wieder zurück in München waren und Nala die Operation gut hinter sich gebracht hatte galt es die Physioübungen durchzuführen und sie still zu halten, denn zu Beginn waren nur wenige Minuten spazieren an der Leine möglich.
In den ersten Tagen schlief ich auf der Isomatte neben ihr im Laufstall. Weil ich emotional noch nicht zurück von der Tour war, immer wieder Albträume von dem Unfall hatte und sie sich mit der frischen Narbe auch möglichst nicht bewegen sollte.
In der ersten Woche reichte dann ein einfaches Aufstehen von der Couch und die Hexe schoss mir ins Kreuz! Und zwar sehr schmerzhaft und mit Nachdruck!
Ich hatte also Rückenschmerzen, obwohl es keinen Schaden gab, warum das so war und warum das auch bei dir der Fall sein kann, kannst du hier nachlesen: Die Metapher der überlaufenden Tasse

Ein unerwarteter Vorfall auf dem Dach

Und dann der nächste Vorfall im Jahr 2023, als ich während der Honigernte auf einem rutschigen Flachdach stand. Beim Heben des ungefähr 8kg wiegenden Honigraums machte ich eine Rotationsbewegung von links nach rechts, eine Bewegung, die auch mit dem Zusatzgewicht von 8kg üblicherweise kein Problem darstellt, aber in Kombination mit einem rutschigen Dach beschloss mein Gehirn, dass ihm dies nun nicht mehr geheur vorkam. So bremste er mich schnell und effektiv mit einem weiteren Hexenschuss aus.

Meine Reaktion auf den Schmerz

In beiden Fällen war meine Reaktion auf den Schmerz ähnlich. Ich wusste, dass ein Hexenschuss zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich ist; es ist lediglich eine Reaktion des Gehirns auf eine Situation, welches es akut als bedrohlich einstuft und so eine Spannung im unteren Rücken erzeugt welche schmerzhaft ist und den Bewegungsradius erst einmal massiv einschränkt. Denn Schmerz ist nichts, was unser Hirn einfach so kreiert um uns zu ärgern, sondern hat immer eine Funktion, kannst du auch hier nachlesen Der Schmerz als 🚨 Alarm: Was unser Körper uns wirklich sagen will . Mit diesem Wissen ignorierte ich den Schmerz so gut es ging und setzte meinen Alltag fort, was wäre mir auch anderes übrig geblieben? Ich versuchte sogar, mich mehr zu bewegen und führte Übungen für den unteren Rücken mit Zusatzgewicht aus, um meinem Gehirn zu signalisieren, dass keine Gefahr besteht und die Schutzspannung unnötig ist. Schmerzmittel habe ich kaum genommen, dafür umso mehr mit Wärme in Form von einer Wärmflasche oder einer entsprechenden Salbe gearbeitet.

Selbstreflexion und Schmerzmanagement

Statt mich von den Schmerzen überwältigen zu lassen, reflektierte ich über mögliche andere Schmerztreiber. In der einen Situation war es natürlich sehr offensichtlich: Massive psychische Belastung, zu wenig und schlechter Schlaf wegen der Albträume, Schuldgefühle, stressige Fahrten zur Klink oder auch Physiotherapie etc.
Einige dieser Schmerztreiber bin ich schnell und aktiv angegangen. So habe ich zum Beispiel meine ehemalige Therapeutin aufgesucht und habe mit ihr über den Unfall gesprochen. Andere Schmerztreiber wurden mit der Zeit selber weniger: Zeiträume zwischen den Terminen in der Tierklinik wurden geringer, die Übungen aus der Physiotherapie habe ich selbst durchgeführt und auch die Albträume verschwanden irgendwann.
Dieser Prozess der bewussten Reflektion, das Erkennen der Schmerztreiber und der aktive Umgang damit half mir, mich nicht in die Schmerzen zu verlieren und weiterhin das Gefühl der Selbstwirksamkeit zu behalten.
In der zweiten Situation konnte ich tatsächlich keine weiteren Schmerztreiber ausmachen, aber manchmal hat man halt auch einfach nur Pech.

Eine Hexe auf einem Besen fliegt in Richtung einer Wirbelsäule

Und heute?

Mein Rücken und Hexenschüsse sind für mich mittlerweile so etwas wie eine Waage die mir anzeigt, wie viel er gerade zu tragen hat und mich warnt, wenn es zu viel wird.
Sobald ich auch nur Ansätze von Hexenschüssen merke (dieses übermässige sich dicht machen der Muskulatur bei alltäglichen Dingen) halte ich inne, werfe einen kritischen Blick auf meinen Alltag, den aktuellen  Stresspegel und meinen psychischen Zustand
Tatsächlich habe ich noch immer Schmerztreiber gefunden und bin diese aktiv angegangen was mich vor weiteren Hexenschüssen verschont hat.

Ich bin bereit für eine positive Veränderung.

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